Kinder von Rauchern haben ein stark erhöhtes Risiko, gefährliche Krankheiten wie beispielsweise Lungen- und Hirnhautentzündungen zu bekommen. Zu diesem Schluss kamen nun Forscher der Universität Hongkong, nachdem sie den gesundheitlichen Zustand von Kindern, die dem Rauch ihrer Eltern ausgesetzt waren, über mehrere Jahre hinweg beobachtetet hatten.
Die Forscher starteten ihre Studie im Mai 1997 und bezogen 7402 Babys von Rauchern ein, die zu diesem Zeitpunkt geboren wurden. Nach Beendigung der Studie wurde dann deutlich, dass diese Kinder im Verhältnis zu Kindern von Nichtrauchern ein um 14 Prozent erhöhtes Risiko hatten, an schweren Infektionen zu erkranken. Besonders dramatisch wirkte sich der Qualm auf Kinder aus, die mit einem niedrigen Geburtsgewicht zur Welt kamen. Bei diesen Kindern konnten die Forscher ein um 75 Prozent erhöhtes Infektionsrisiko sogar bis zu deren achten Lebensjahr nachweisen.
Aufgrund der erschreckenden Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass das Passivrauchen nicht nur einen negativen Effekt auf die Atemwege ausübt, sondern auch das Immunsystem beeinträchtigt.