Bisher wurde angenommen, dass eine Nikotinabhängigkeit erst im Gehirn entsteht. Nachforschungen haben aber jetzt ergeben, dass durch den Konsum von Zigaretten bestimmte Geschmacksknospen auf der Zunge angesprochen werden und somit bereits die Grundlage für die Entstehung der Sucht bilden könnten.
Amerikanische Forscher hatten die Reaktion von Nikotinkonsum in Experimenten mit Mäusen genauer überprüft. Dabei stellten sie dann fest, dass die Mäuse, deren Geschmacksknospen auf der Zunge blockiert wurden, nicht das typische Suchtverhalten entwickelten. Somit scheint bereits der spezifische, bittere Geschmack von Nikotin als Grundlage für die Entstehung des Suchtprozesses zu dienen. Die Wirkweise von Nikotingeschmack auf die Geschmacksknospen des Menschen wurde bisher noch nicht genau überprüft, doch sollte der Mensch genauso auf die Blockierung bestimmten Geschmacksknospen ansprechen wie die Mäuse, hätten die Forscher einen neuen Weg gefunden, die Nikotinsucht erfolgreich zu bekämpfen.