Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen tritt die Hautkrankheit Neurodermitis häufig auf und ist mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Durch richtige Pflege kann der Hautzustand in kurzer Zeit gebessert werden.
Dabei ist es wichtig, dass die Inhaltsstoffe von Salben und Cremes zum Hautbild passen. Wässrige Cremes helfen am besten bei akuten Entzündungen. Zur Behandlung chronischer Neurodermitis eigenen sich sehr fettreiche Salben besser. Grundsätzlich sollte aber nicht ständig mit neuen Pflegemitteln experimentiert werden, weil das dem Zustand der Haut schnell schaden kann. Optimal ist es, wenn der Arzt eine Creme zusammenstellt, die dann in der Apotheke, speziell auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt, zusammengemischt wird.
Häufig werden cortisonhaltige Pflegemittel verschrieben. Diese und ähnliche wirkstoffhaltige Cremes sollten nur nach Anweisung aufgetragen werden. Meist ist es ausreichend, die Haut einmal täglich damit zu behandeln. Verordnet der Arzt lediglich ein- bis zweimal die Woche die Verwendung einer wirkstoffhaltigen Pflege, sollte an den anderen Tagen lediglich eine Basispflege aufgetragen werden.
Neuartige Silberzubereitungen in Pflegekosmetik bei Neurodermitis nehmen vielen Cortisongegnern die Angst vor Folgen des Wirkstoffs. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Nano- und Mikrosilber entscheidend. Von Kosmetikprodukten mit Nanosilber-Anteil rät das Bundesinstitut für Risikobewertung ab. Mikrosilber dagegen enthält kleinste Silberelemente, die die Haut nicht zerkratzen und die Vermehrung von Bakterien auf der Haut dämmen können. Dabei wird es nicht ins Blut aufgenommen, was als sehr positiv erachtet wird.