Sabbatical - das kommt vom hebräischen Wort "sabat", welches bedeutet etwas loslassen, inne zu halten. Loslassen vom Job - das wollen immer mehr Arbeitnehmer. Mit dem Sabbatical können sie für mehrere Monate der Jahre der Arbeit den Rücken kehren und sich dabei weiterbilden, neuorientieren oder einfach der Familie Zeit widmen. Doch sich mal eben ein Jahr freizunehmen ist nicht drin, ein Sabbatical erfordert einiges an Organisation und Planung. Finanzielle Probleme müssen geklärt werden und das vor allem das Einverständnis des Arbeitgebers eingeholt werden. Doch gerade diese beiden Gründe halten viele Arbeitnehmer davon ab, sich diese Auszeit zu nehmen.
Dabei erlaubt das Teilzeit- und Befristungsgesetz vom 1. Januar 2001 jedem Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft sich seine Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Voraussetzungen dafür sind allerdings die Größe des Betriebes und die Länge des Beschäftigungsverhältnisses. In Betrieben mit weniger als 15 Angestellten kann ein solches Auszeitjahr unter Umständen nicht genehmigt werden. Auch wer weniger als 6 Monate angestellt ist, darf nicht mit einer Zusage für das Sabbatical rechnen. Letztlich entscheidet immer noch der Chef über den Antrag, den er auch aus betrieblichen Gründen ablehnen kann. Die Möglichkeit ein Sabbatical zu nehmen, bieten derzeit nur drei Prozent der Unternehmen aktiv an - vor allem Großkonzerne wie BMW oder Siemens.
Wollen Sie ein Sabbatical in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber über die Möglichkeiten sprechen. Dazu gehören der Lohnverzicht und der Aufbau von Plusstunden, also freiwillig geleisteten Überstunden mit denen Sie sich einen Freizeitanspruch aufbauen können - das Einkommen bleibt in dieser Zeit konstant.
Beamte können in Deutschland zudem für sechs Jahre für sechs siebtel ihres Gehalts Arbeiten und bekommen anschließend das siebte Jahr freigestellt und beziehen trotzdem weiterhin ihr Gehalt.