Einige sind es selbst, andere haben sie in der Familie oder im Freundeskreis- doch jeder kennt sie: Morgenmuffel. Frei nach der Devise: „Sprich mich bloß nicht an“ grummeln sie sich durch die ersten Stunden des Tages, schlürfen literweise Kaffee und stehen stundenlang unter Dusche.
Doch wer ist schuld an der schlechten Laune? Etwa wir, die Mitmenschen? Nein! Es sind, wie so häufig, mal wieder die Gene, wie deutsche und schweizer Forscher nun herausgefunden haben. „Als Morgenmuffel wird man geboren“, so lautet ihre Theorie.
Zum belegen ihrer Studie haben die Wissenschaftler vom Institut für Medizinische Immunologie der Charité das Schlafverhalten von Frühaufstehern und Nachtschwärmern untersucht. Dazu wurden den Studienteilnehmern Hautzellen entnommen, in die ein Gen eingearbeitet wurde. Dieses diente dazu, im Takt der Zellaktivität zu leuchten. Überdies füllten die Probranden noch einen Fragebogen aus, der angab, welche Aufgaben, sie zu bestimmten Tageszeiten präferierten.
Das Ergebnis sah wie folg aus. Während die Hautzellen der Frühaufsteher in kurzen leuchteten, zeigten die Zellen der Nachtschwärmer die längsten Leuchtperioden. Das wiederum könnte daraufhin weisen, das nicht nur das Gehirn unsere innere Uhr beeinflusst, sondern auch die Vorgänge in den Zellen, so das Forschungsteam.