Eine Forschergruppe des Max-Planck-Instituts aus Potsdam hat sich die pflanzenspezifischen Eigenschaften der Tabakpflanze bei der Heilung von Atemwegs- und Hautkrankheiten zunutze gemacht.
Die Wissenschaftler haben in die Chloroplasten der Tabakpflanze Gene spezieller Eiweiße von Viren eingepflanzt, die Krankheitserreger in Form von Bakterien an der Vermehrung hindern. In den Chloroplasten wird dieses Eiweiß, das Lysin, in großen Mengen produziert. Bis zu 70 Prozent des gesamten Proteins der Pflanze bestehe aus Lysin, bestätigt das Institut. Diese Herstellung antibakterieller Virenproteine in Pflanzen ist ein innovativer und vielversprechender Ansatz, um gegen antibiotikaresistente Bakterien vorzugehen.