Wie das Bundesgesundheitsministerium Anfang Oktober bestätigte ist eine Gesetzesänderung in Planung, die Ärzte dazu verpflichtet Schönheits-OP und Pannen nach Schönheits-OPs zu melden. Sofort nach Ankündigung brach eine heftige Diskussion los, auf Seiten der Ärzte kam es augenblicklich zu Protesten. So bezeichnete der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, die geplante Änderung als Anschlag auf die ärztliche Schweigepflicht und kündigte auch gleich massive Gegenwehr an. Der Chef des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, Frank-Ullrich Montgomery schloss sich dieser Aussage an und betitelte den Plan des Bundesgesundheitsministeriums sogar als brandgefährlich. Seit Frühling 2007 müssen Patienten die weitere Behandlung selbst tragen, wenn sie nach einer „ nicht medizinisch notwendigen Behandlung“ wie einer Schönheits-OP aber auch nach der Entfernung von Tattoos oder Piercings ärztliche Hilfe benötigen. Da die Ärzte die Beziehung zu den Patienten sowie die Schweigepflicht höher einschätzen als die neue Regelung des Bundesgesundheitsministeriums sollen Mediziner nun verpflichtet werden Pannen zu melden.