Melatonin wird häufig als Ursache für Müdigkeit und Antriebslosigkeit in der nasskalten Jahreszeit verteufelt. Doch Melatonin sorgt auch dafür, dass wir abends müde sind und gut einschlafen können. Es hat somit einen erheblichen Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus und dessen Störung bei einem Mangel. Schlaf- und Einschlafstörungen können die Folge sein.
Ein niedriger Melatoninspiegel kann durch lange Helligkeitsphasen hervorgerufen sein. Elektrisches Licht, langes Sitzen vor dem Computer oder Fernseher bis spät in die Nacht können den Melatoninspiegel senken. Medikamente, Alkohol oder koffeinhaltige Getränke, außerdem Stress oder intensiver Sport am Abend können weiter Gründe für einen Mangel sein.
Das Ausgangsprodukt für die Melatoninbildung findet sich in Käse, Hühnchen, Eiern, Fisch oder Milch. Somit hat die Ernährung ebenfalls Auswirkungen auf den Melatoningehalt im Körper. Die Menge in Obst und Gemüse ist allerdings so gering, dass man den Bedarf dadurch kaum decken kann. Melatonin-Tabletten können da Abhilfe bei einem Mangel schaffen.