Immer mehr Menschen versuchen ihre Probleme durch die Einnahme von Medikamenten zu bewältigen. Etwa 1,5 Millionen deutsche Bundesbürger greifen regelmäßig zu Medikamenten um besser schlafen zu können oder Ängste zu mildern. Dabei sind Frauen eher betroffen als Männer. In einer Umfrage gestanden 66 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer jeden Tag Beruhigungs- oder Schlaftabletten einzunehmen.
Da die Sucht leicht zu befriedigen und gut zu verbergen ist, steigt die Anzahl der Süchtigen stetig an. Die Gefahren einer solchen Medikamentenabhängigkeit werden von den Betroffenen häufig verkannt. So hat die ständige Einnahme von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln, auch Benzodiazepine genannt, häufig eine verminderte Konzentrationsfähigkeit sowie eine eingeschränkte Gedächtnisleistung zur Folge. Dieses wird den Betroffenen in den meisten Fällen aber erst dann bewusst, wenn sie versuchen ohne die Tabletten auszukommen.
Bereits nach einer dreiwöchigen Einnahme von Benzodiazepinen kann es zu Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schlafstörungen und einer stark erhöhten körperlichen Anspannung kommen. Der Weg aus der Abhängigkeit gestaltet sich dabei zumeist äußerst schwierig und kann ohne ärztliche Hilfe kaum geschafft werden.