Personen, die häufig Geschichten erfinden oder sich gar als jemand anderes ausgeben, leiden Psychologen zufolge häufig an einer Persönlichkeitsstörung. Die sogenannten Pseudologen werden mit der Realität nicht fertig und versuchen durch ihre Lügen aus dieser auszubrechen. Der Ursprung für das zwanghafte Lügen, auch Pseudologica Phantastica genannt, liegt zumeist in traumatischen Erfahrungen in der Kindheit der Betroffenen.
In vielen Fällen weisen Betroffene oft weitere psychologische Krankheiten auf. So konnte bei vielen Betroffenen auch das sogenannte Münchhausen Syndrom diagnostiziert werden, bei dem sich die Betroffenen selber gesundheitliche Schäden zufügen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Auch konnten bei überdurchschnittlich vielen Pseudologen Hirnschäden diagnostiziert werden.
Die Pseudologica Phantastica ist allerdings mithilfe von Verhaltens- und tiefenpsychologischen Therapien gut heilbar, jedoch vertrauen sich nur wenige Betroffene einem Arzt an. In den meisten Fällen suchen sich Pseudologen erst therapeutische Hilfe, wenn die Lügen zu starken Konflikten am Arbeitsplatz, innerhalb der Familie oder sogar mit dem Gesetz geführt haben.