Alle Jahre wieder fallen viele Menschen mit der dunklen Jahreszeit in ein wahres Stimmungsloch, der Winterblues lässt grüßen! Die Betroffenen sind niedergeschlagen und antriebslos und ständig genervt und müde. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese auch als Winterdepression bekannte psychische Verstimmung zu therapieren. Eine Option ist die medikamentöse Behandlung, wo auch mit natürlichen Mitteln wie etwa Präparaten mit Johanneskraut viel bewegt werden kann. Eine andere Möglichkeit bietet sich in der Lichttherapie.
Diese Bestrahlung mit hellem Kunstlicht hat sich in der Vergangenheit immer wieder bewährt, sie hebt die Stimmung und hat zudem keinerlei Nebenwirkungen und ist sogar in der Lage Patienten die an manischen Depressionen leiden zu helfen. Manisch depressive Patienten schwanken stetig zwischen Euphorie und Niedergeschlagenheit. Während die Mediziner gegen die manische, also die euphorische Phase bereits einige wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten aufgetan haben stehen sie der depressiven Phase einer bipolaren Störung relativ hilflos gegenüber. Um dies zu ändern hat die Psychiaterin Dorothy Sit von der University of Pittsburgh eine kleine Studie zum Thema Lichttherapie und manische Depression durchgeführt.
Neun Teilnehmerinnen wurden über einen Zeitraum von zwei Wochen mit Kunstlicht bestrahlt dessen Spektrum dem von natürlichen Licht sehr ähnlich ist. Die Teilnehmerinnen wurden unterschiedlich lang und zu unterschiedlichen Zeiten bestrahlt. Es zeigte sich das sechs der neun Frauen sehr gut auf diese Therapie ansprachen und das ihre Depressionssymthome fast vollständig verschwanden. Dabei erwies sich eine Behandlungszeit von 60 Minuten täglich als optimal, und als bester Zeitpunkt dafür zeigte sich der Mittag. Eine interessante Erkenntnis denn bisher war stets der Morgen als optimaler Zeitpunkt für die Bestrahlung angegeben worden, und zwar aus dem Grunde weil man davon ausging das die morgendliche Behandlung die Melatoninproduktion unterbricht. Das Schlafhormon gilt neben anderen als Depressionsauslöser. Im Laufe der Untersuchungen stellte sich nun aber wiegesagt heraus dass die Teilnehmerinnen am Mittag wesentlich besser auf die Behandlung ansprachen als am Morgen.