Eine von der Berliner Charité durchgeführte Studie ist zu dem Ergebnis gekommen das alkohlkranke Menschen eher mit Komplikationen nach Operationen zu rechnen haben. So entwickeln diese Menschen häufiger Infektionen, Blutungen sowie Wundheilungs- und Herzrytmusstörungen. Dies beruht nach Angaben der Mediziner daher, das Menschen mit einem Alkohol-Problem nach Eingriffen an deutlich mehr Stress leiden, und somit einen hohen Anteil des Stresshormons Cortisol im Blut aufweisen, welches auch das Immunsystem schwächt. Zudem ist es so, das ein chronischer Alkoholkonsum von 1,5 Litern Bier pro Tag sich auch bereits negativ auf unsere Abwehr auswirkt, so die Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Carité, Dr. Claudia Spies. In Zukunft werden die behandelnden Ärzte Alkohol als Risikofaktor in der operativen Medizin wohl noch stärker berücksichtigen müssen, so Spies weiter. Die Untersuchungen hatten zudem ergeben das jeder sechste Patient der sich an der Charité einer Operation unterzieht, alkoholkrank ist.