Sogenannte Kurzzeit-Therapien beim Psychologen umfassen etwa zehn bis 30 Sitzungen. Wer unter Phobien oder gar einer Zwangserkrankung leidet, mag kaum glauben, dass diese Probleme in einer so kurzen Zeit erfolgreich aus dem Weg geräumt werden können. Die Realität beweist jedoch das Gegenteil. In neue Studien konnte festgehalten werden, dass sich Kurzzeit-Therapien als besonders erfolgreich in der Beseitigung von Angststörungen (z. B. Höhenangst oder Platzangst) und auch Zwangserkrankungen (z. B. Waschzwang, Kontrollzwang) erwiesen haben. Auch bei Patienten, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, wie etwa den Tod einer nahestehenden Personen, können bereits zwölf Sitzungen zu einem erheblich verbesserten Lebensgefühl verhelfen.
Des Weiteren kristallisierte sich durch eine Studie der Universität Heidelberg heraus, dass Kurzzeit-Therapien beim Psychologen auch auf Gebieten helfen können, von denen man es nicht erwarten würde. So fiel die Rückfallquote von Patienten mit starken Rückenschmerzen, die zusätzlich über einen kurzen Zeitraum psychologisch betreut wurden, um 34 Prozent geringer aus als bei den Patienten ohne Psychotherapie.