Oft beobachten empfindliche Menschen unverständliche Reaktionen ihres Körpers auf bestimmte Lebensmittel. Eine Allergie oder Unverträglichkeit in dem Bereich ist jedoch bisher nicht nachgewiesen. Beispielsweise sind Personen nach dem Verzehr bestimmter Obstsorten mit juckendem Ausschlag übersät und wissen nicht, woher er kommt. Der Zusammenhang könnte eine Pollenallergie sein, die eine Kreuzallergie mit bestimmten Lebensmitteln nach sich zieht.
Erwachsene sind in großer Zahl von Kreuzallergien betroffen. Derartige pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien können in jedem Lebensalter auftreten. Schätzungen zufolge leiden etwa fünf bis zehn Prozent an einer Überempfindlichkeit gegenüber Birkenpollen. Das liegt an einem Stress-Eiweiß, das die Birke zum Schutz gegen Umweltstress, Viren und Bakterien verwendet. Dieses Eiweiß steckt in diversen pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie Äpfeln, Kirschen, Haselnüssen, Pfirsichen, Karotten und Sellerie. Für Birkenallergiker bedeutet das eine mögliche Kreuzallergie mit diesen Nahrungsmitteln, die sehr häufig auftritt und zu oft unerkannt bleibt.
Auf der Liste der häufigsten Kreuzallergene folgt Latex der Birkenallergie mit großen Abstand. Bei Allergien auf Latex oder Beifuß sind Reaktionen beim Verzehr exotischer Früchte möglich. Auch bestimmte Gewürze können Kreuzallergien hervorrufen.
Die Gefahren, die mit unerkannten Kreuzallergien einhergehen sind sehr unterschiedlich. Von Hautausschlag bis zum Anschwellen der Schleimhaut in Mund und Rachen existieren unterschiedliche Allergiesymptome. Der Hals könnte komplett zuschwellen, was sehr gefährlich werden kann, wenn allergieauslösende Nahrungsmittel vor dem Schlafengehen verzehrt werden.
Eiweiße, die als Allergieauslöser gelten, werden beim Kochen meist zerstört und stellen in garer Form eine deutlich geringere Gefahr für Allergiker dar.
Um Kreuzallergien nachzuweisen, gibt es spezielle Tests, die oftmals den Verzicht bestimmter Lebensmittel nach sich ziehen. Eine Ernährungsberatung kann in dem Fall sehr hilfreich sein, um präzise die Allergien auslösenden Nahrungsmittel wegzulassen, ohne dass Mangelerscheinungen auftreten.