Viele Haushalte in Deutschland besitzen mittlerweile eine Körperfettwaage. Kein Wunder, denn sie sind oft günstig bei Discountern oder im Angebot erhältlich; da greift man gerne mal zu. Aber mit der Genauigkeit der Messergebnisse dieser Waagen steht es nicht zum Besten.
Doch wie funktionieren diese Körperfettwagen eigentlich? Das dafür angewendete Prinzip heißt Bioimpedanz-Messung. Es beruht drauf, dass Fett Strom schlechter leitet als Wasser. Für eine Messung wird ein nicht spürbarer Batteriestrom durch den Körper geleitet. Wenn dieser Strom auf Fett trifft, erhöht sich der Widerstand. Mithilfe dieses Widerstandes kann das Verhältnis von Wasser und Körperfett ermittelt werden.
Messungenauigkeiten entstehen durch diese Methode schnell, alleine weil sich der Flüssigkeitshaushalt des Menschen über den Tag hinweg verändert. Gleichzeitig ist der Strom der Waage zu schwach, um mehr als die unteren Bereiche des Körpers zu durchfließen. Wer also etwas mehr Speck auf der Hüfte hat, ist bei diesen Messungen schlechter dran als jene, die ihre Fettpölsterchen am Bauch gelagert haben.
Diesen Nachteil versuchen die Hersteller von Körperfettwagen mittlerweile durch Handsensoren auszugleichen, in Sachen Genauigkeit hat sich trotzdem nicht viel getan. Am besten fährt man, wenn man sich über Wochen hinweg zur jeweils gleichen Tageszeit und unter gleichen körperlichen Voraussetzungen, z.B. morgens vor dem Frühstück mit leerem Magen, wiegt und so zwar keine genauen, aber dafür vergleichbare Werte erhält.