Viele Menschen sind gegen die Verwendung von Klimaanlagen. Sie sind unökologisch, teuer und wahre Keimschleudern. Ist das Urteil begründet?
Tatsächlich konnte in Studien gezeigt werden, dass sich in schlecht gewarteten Klimaanlagen Keime, Bakterien oder Viren vermehren können. Das kann durch erhöhte Feuchtigkeit und schlechte Lüftung der Geräte zustande kommen.
Wer im Alltag regelmäßig der Raumkühlung durch intakte, keimfreie Klimaanlagen ausgesetzt ist, neigt trotzdem häufiger zu Erkrankungen der Atemwege. Ist an der Behauptung etwas dran? Die Behauptung impliziert, dass künstliche Kaltluft schlechter sei als natürliche. Und es stimmt: Luft aus Klimaanlagen ist wirklich anders als die natürliche. Sie ist nämlich trockener als die angesaugte Luft, weil kalte Luft grundsätzlich weniger Feuchtigkeit fassen kann. Diese Trockenheit kann unsere Schleimhäute austrocknen. Sind die Schleimhäute der Nase ausgetrocknet, ist das unangenehm und macht uns außerdem anfällig für Erkältungsviren.
Die klimatisierte Büroluft kann empfindliche Menschen tatsächlich krank machen. Anderen macht sie dagegen nichts aus.