„Für meine Freundin das Rumpsteak mit Potatoe-Wedges, für mich den kleinen Salat!“ – jedem Kellner, der eine solche Bestellung entgegen nimmt, kommt das sicher zunächst komisch vor. Dass normalerweise der Mann mehr und vor allem Fleisch isst, ist kein Vorurteil, sondern Tatsache in unserer Gesellschaft. Betrachtet man allein den üblichen Fleischverzehr, dann essen Männer durchschnittlich doppelt so viel Fleisch wie die Damen - 103 Gramm täglich gegenüber nur 53 Gramm auf weiblicher Seite.
250 Gramm Obst und Gemüse täglich
Während Männer dieses Ziel eher selten erreichen, punkten die Frauen beim Obst- und Gemüseverzehr mit 270 Gramm, überdurchschnittlich also! Die Gründe für das unterschiedliche Ernährungsverhalten sind jedoch nicht nur in unserer Kultur und Geschichte zu suchen, sondern auch in unseren biologischen Voraussetzungen.
Erhöhter Nährstoffbedarf bei Frauen
Dass die meisten Frauen sich wesentlich gesünder als Männer ernähren, liegt darin begründet, dass Frauen für ihren Stoffwechsel weniger Energie benötigen. Ihre Muskelmasse ist kleiner als die Körperfettmasse, so dass sie durchschnittlich 13% weniger Kalorien als Männer benötigen. Doch dem geringeren Kalorienbedarf lässt sich nicht automatisch auch auf einen geringeren Nährstoffbedarf schließen. Der weibliche Körper benötigt die gleiche Nährstoffmenge wie der Männliche. Die Devise lautet daher: Viele Nährstoffe, wenig Kalorien in der Nahrung!
Ebenso: auf Eisenhaushalt achten
Als Frau sieht man sich monatlich mit einem speziell weiblichen Phänomen konfrontiert: der Regelblutung! Dem, wenn auch geringen, Blutverlust sollte man durch natürliches Eisen in Fleisch, Gemüse und Getreide vorbeugen. Männer hingegen sollten vermehrt auf die Zufuhr von Magnesium und Zink achten, Nährstoffe, die vor allem mit dem Schweiß aus dem Körper transportiert werden. Aufgrund der durchschnittlich größeren Körpermasse benötigten Männer verhältnismäßig mehr Nährstoffe.
Was tun bei Übergewicht?
Bei Übergewicht ist die Regelung „mehr Körpermasse = mehr Kalorien“ außer Kraft gesetzt. Anstatt die gewohnten Ernährungsmuster beizubehalten, auf Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Kost setzen!