Wer viele Aufgaben gleichzeitig erledigen kann schafft viel - oder auch nicht. Denn vieles, was nebenbei erledigt wird, geschieht einfach nur oberflächlich und selten fehlerfrei. Wer so arbeitet, arbeitet selten effizient. Dennoch liegt ein solches Arbeitsverhalten durch die hohe Arbeitsbelastung in vielen Unternehmen an der Tagesordnung.
Doch nicht nur Produktivitätsfaktoren spielen hierbei eine Rolle: Multitasking überfordert das menschliche Gehirn. Es ist für eine derartige Doppelbelastung nicht vorbereitet und macht diese nur bis zu einem gewissen Grad mit. Ist die Grenze überschritten nehmen Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit rapide ab und Fehler schleichen sich ein, die durch vermehrte Arbeitszeit dann wieder ausgeglichen werden müssen - Multitasking klingt toll, ist aber äußerst kontraproduktiv.
Wird das Gehirn langfristig mit einer solchen Arbeitsweise überfordert, arbeitet man nicht nur ineffizienter, sondern riskiert auch seine Gesundheit. Chronische Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Schlafstörungen sind nicht selten eine Folge dieser Überbelastung.
Um das zu verhindern, sollte man seine Arbeitsläufe besser koordinieren und Prioritäten setzen können. Statt immer zwischendurch Emails zu beantworten oder zu telefonieren, sollten Sie sich für diese Aufgaben feste Zeiten einrichten um Ihren Arbeitsfluss nicht durch kleine Ablenkungen zu stoppen. Nur wer seine Aufgaben nacheinander erledigt, geht dabei auch wirklich sorgfältig vor – Multitasking ist demnach nicht das Maß aller Dinge. Damit Sie am Ball bleiben, sollten Sie Ihre Kollegen um Unterstützung bitten, indem Sie sie z.B. auch Ihre Telefonzeiten hinweisen.