Wird ein Magengeschwür diagnostiziert, empfiehlt der Arzt schonende Kost ohne viele Ballaststoffe und vor allem Gewürze. Doch diese Ansicht ist in den letzten Jahren der Einsicht gewichen, dass auch bei empfindlichem Magen gilt, dass erlaubt ist, was vertragen wird. Und das ist nunmal bei allen unterschiedlich.
Zu keiner Zeit konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass fade und milde Kost bei Magengeschwüren hilft. Die Ruhigstellung des Magens kann dazu führen, dass der Magen-Darm-Trakt träge wird. Folgeprobleme und -krankheiten können die Folge sein. Auch die Vitaminversorgung leidet unter der Schonkost, wodurch das Allgemeinbefinden zu leiden hat.
Dass Kaffee, Gewürze, Zucker oder das Rauchen nicht in allzu großen Mengen genossen werden sollten, gilt auch für magengesunde Menschen. Scharfe Gewürze müssen jedoch nicht grundsätzlich gemieden werden, wenn man unter einem Magengeschwür leidet, da sie die Magengesundheit fördern können. Das liegt daran, dass diverse Gewürze die Bildung von Speichel anregen oder die Enzymaktivität fördern, wodurch die Magenschleimhaut von einer Art Schutzschicht umgeben wird. Scharfe Gewürze sorgen für Wohlbefinden, da sie Glücksstoffe ausschütten können. Das geht soweit, dass sie eine antibakterielle und antioxidative Wirkung entfalten können. Die beste Therapie ist auch in diesem Fall der Verzehr gesunder und wohltuender Nahrung.