Sie kommen ins Büro und Ihr Chef blickt sie strahlend an? Er kommt immer zufällig dann in die Teeküche, wenn Sie auch da sind? Er macht Ihnen vielleicht sogar Komplimente, die nichts mit Ihrer Arbeit zu tun haben? Vielleicht hat er einfach gute Laune! Es kann aber auch gut sein, dass er mit Ihnen flirtet!
Bevor Sie auf seine Flirts eingehen oder komplett abblocken und sein Verhalten als unangemessen einstufen, ihm das vielleicht sogar sagen, sollten Sie die Situation genau beobachten. Insbesondere dann wenn das Flirtinteresse nicht auf Gegenseitigkeit beruht, kann es Probleme geben. Um ein positives Arbeitsklima zu erhalten, muss die Bitte, die Flirtversuche einzustellen, vorsichtig, aber mit Nachdruck rübergebracht werden. Am besten eignet sich in diesem Fall ein Gespräch unter vier Augen. Wenn Ihr Vorgesetzter Ihnen keine Steilvorlage liefert und Sie seine Flirts somit direkt ansprechen können, empfiehlt es sich in einem Nebensatz z.B. den Partner zu erwähnen oder zu betonen, dass einem die Trennung von Arbeits- und Privatleben sehr wichtig sei.
Es gibt aber auch den gegenteiligen Fall und die Flirts sind Ihnen keineswegs unangenehm. Bevor Sie endgültig darauf eingehen, sollten Sie schauen, aus welchem Grund er (oder auch sie) flirtet – will er Spaß? Oder hat er ein ernsthaftes Interesse an Ihrer Person? Ist letzteres der Fall, spricht grundsätzlich nichts gegen eine Beziehung. Trotzdem sollte man sich der Belastungen einer Beziehung am Arbeitsplatz bewusst sein. Gerade eine Beziehung mit dem Vorgesetzten zieht oft die Missgunst der Kollegen nach sich. Anstatt die Beziehung zu verheimlichen, ist es am besten, offen damit umzugehen und peinlich darauf zu achten, dass man sich nicht gegenseitig übervorteilt.