Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen einen schwer hirngeschädigten Patienten mit Hilfe von elektronischen Reizen im Zentrum des Gehirns wieder in den Wachzustand zurückzuholen. Der Mann, war bei einem Raubüberfall vor sechs Jahren schwer verletzt worden, er erlitt unter anderem schwere Schädel- und Hirnverletzungen, was einen komaartigen Zustand zur Folge hatte. Nur äußerst selten reagierte er auf Stimmen oder andere Reize. Und diesem Mann setzten die Neurowissenschaftler Elektroden tief ins Gehirn, die das Oragan mit Hilfe von Stromstößen anregen sollten. Die Resultate dieser Behandlung waren, wie das Magazin "Nature" berichtet äußerst erfolgreich. So konnte der Mann der nur künstlich ernährt werden konnte wieder selbstständig essen, und er ist sogar in der Lage einigermaßen zu sprechen. In der zehnstündigen Operation implantierten die Neurochirurgen Elektroden ins Gehirn des Mannes. Diese Elektroden stimulieren den Thalamus, der als wichtige Schaltstelle im Gehirn dient. Dort werden die eigentlichen Prozesse zur Verarbeitung von Informationen und zur Steuerung von Bewegungen koordiniert. Bei dem besagten Patienten war bereits nach der ersten Stimulation eine merkliche Verbesserung seines Zustandes festzustellen, und dieser verbesserte Zustand blieb selbst dann noch stabil als die Forscher die Behandlung aussetzten. Den Forschern vom Weill Cornell Medical College in New York warnen allerdings vor vorschnellen Hoffnungen für Hirngeschädigte. Noch handelt es sich um einen Einzelfall, und es ist nicht geklärt ob andere Patienten mit ahnlichen Symtomen auch so erfoolgreich auf die Therapie ansprechen. Erkenntnisse dazu werden Studien mit weiteren Patienten liefern.