Kennen Sie das? Sie haben sich auf Ihr Frühstücksei am Sonntagmorgen so gefreut, aber nach dem Aufschlagen vergeht Ihnen der Appetit, weil das Ei von innen mehr grau-grünlich als verlockend gelb aussieht?
Unnatürlich grüne Färbung von Lebensmitteln lässt uns an Gift und Verderb denken und verdirbt uns nicht ohne Grund den Appetit. Bei Eiern ist hier jedoch nichts faul.
Grund für die grüne Hülle des Eigelbs sind das darin enthaltene Eiweiß sowie eine zu lange Kochzeit. Wenn das Ei länger als acht bis zehn Minuten in seinem Wasserbad weilt, wird das Eisen freigesetzt und reagiert mit dem im Eiweiß enthaltenen Schwefel. Die Folge: grünes Eisensulfid, welches gesundheitlich unbedenklich ist.
Wer sein Ei fertig gekocht aus dem Supermarkt holt, trifft dieses Phänomen besonders häufig an, denn industriell verarbeitete Eier werden besonders lange abgekocht. Diese Eier sind, solange die Schale nicht beschädigt ist, bis zu drei Monate haltbar. Auch daheim gekochte Eier können sich bis zu drei Wochen halten, sofern sie nicht abgeschreckt wurden. Letzteres zerstört nämlich die natürliche Schutzschicht des Eis.