Viele Menschen leiden ohne es zu wissen unter Bluthochdruck, welcher durch die Lebens- und Arbeitsbedingungen hervorgerufen werden kann. Zeitdruck, Terminstress, überwiegendes arbeiten im Sitzen, keine Zeit für ordentliche Mahlzeiten, sondern nur eine Zigarette zwischendurch. All das kann Auslöser für Bluthochdruck sein.
Normal ist der Blutdruck, wenn er im Schnitt um die 120/80 mmHg liegt. Ist er dauerhaft über diesen Werten, so kann man auf Bluthochdruck schließen; man spricht hier auch von einer arteriellen Hypertonie. Das gefährliche am Bluthochdruck ist, dass er Herz-Kreislauferkrankungen begünstigt. Das Risiko einen Herz- oder Schlaganfall zu erleiden steigt dadurch immens. Bluthochdruck kann über viele Jahre hinweg symptomlos und somit auch unerkannt bleiben. Es kommt oft erst nach vielen Jahren zu Beschwerden wie Atemnot, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen oder Sehstörungen.
Um dem zu entgehen, sollte man sich wenigstens jährlich beim betriebsärztlichen Dienst darauf untersuchen lassen. Eine einfache Blutdruckmessung kann man als Anlass dazu nehmen, den Blutdruck gegebenenfalls unter Beobachtung zu halten. Auch bei sonstigen Arztbesuchen sollte man darauf bestehen, dass die Blutdruckwerte mit überprüft und auch dokumentiert werden.
Wurde schließlich Bluthochdruck diagnostiziert, so kann man dem durch leichte Umstellung der Lebensgewohnheiten entgegenwirken. Vor allem ausdauerfördernde Sportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren können helfen, den Blutdruck zu senken. Zigaretten und Alkohol sollten, wenn überhaupt, nur in geringem Maße konsumiert werden.
Empfindet man bei der Arbeit häufig Stress und Überbelastung, sollte ein Entspannungs- oder Stressbewältigungsworkshop in Erwägung gezogen werden, was sich günstig auf den Bluthochdruck auswirkt. Bei Übergewicht sollte zudem noch eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Einige Betriebe bieten solche Maßnahmen im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsförderprogrammes an. Entweder werden solche Kurse dann im Haus angeboten oder aber Kurse in Volkshochschulen oder Fitnessstudios finanziell bezuschusst.
Greifen die herkömmlichen Maßnahmen nicht, muss der Blutdruck medikamentös gesenkt werden, hier besteht jedoch das Risiko erheblicher Nebenwirkungen. Zuvor sollten jedoch die nichtmedikamentösen Alternativen ausprobiert werden, da diese für den Organismus wesentlich schonender und vor Allem nebenwirkungsfrei sind.
Bluthochdruck sollte keinesfalls unterschätzt werden, da die Symptome und gesundheitlichen Auswirkungen oft erst Jahre später auftreten und nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Lebensqualität enorm darunter leider kann.