Fast 6500 Frauen erkranken jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs und über 1000 Frauen sterben jährlich an dieser Krebsart. Diese Zahlen müssten nicht derart erschreckend sein, wenn die frühzeitige Vorsorge ernst genommen würde und die Frauenärzte ihre Patientinnen ausreichend aufklären würden.
Das Virus, welches Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, nennt sich Papillomvirus und wird über den Intimverkehr übertragen, wobei wiederholt wechselnde Sexualpartner das Risiko einer Infektion deutlich erhöhen. Verschiedene wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass mindestens 50 bis 75 Prozent aller Menschen, die sexuell aktiv sind, mit dem Virus in Kontakt kommen. Die Infektion wirkt sich aber nur bei wenigen Frauen zu einer Krebserkrankung aus.
Seit Oktober 2006 können Frauen sich gegen die krebserregenden Virustypen impfen lassen; bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren wird die Impfung vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dennoch kann die Impfung auch älteren Frauen empfohlen werden, da sie auch vor anderen Erkrankungen schützt.
Wichtig ist: Nehmen Sie die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahr, ebenso wie die angebotenen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt über die Impfung und über die Vorsorgetests beraten. Selbst wenn eine Erkrankung vorliegt, sollten Sie sich nicht beunruhigen lassen. Wird die Krankheit frühzeitig diagnostiziert, stehen die Chancen einer erfolgreichen Heilung sehr gut.