Es ist schon ein wenig merkwürdig. Endlich sind die langen, dunklen Wintertage vorbei und anstatt motiviert und gut gelaunt den Frühling zu begrüßen, werden wir müde. Bilden wir uns das ein oder gibt es tatsächlich einen Grund für die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit?
Den gibt es wirklich, wie uns Klimatologen erklären. In der kalten Jahreszeit halten wir eine Art Winterschlaf und fangen nun an wieder „zu erwachen“. Das verbraucht erstens eine Menge Energie und zweitens schlafen wir auch noch weniger. Warum? Ganz einfach, es bleibt länger hell und wird später dunkel. Noch ein Punkt, der dafür spricht, warum wir so „durchhängen“.
Natürlich kann das nicht die einzige Erklärung sein, schließlich gewöhnen wir uns ja irgendwann an den neuen Tagesrhythmus. Doch woran liegt es dann?
Da gibt es ja nur noch zwei Möglichkeiten, die Gene oder die Hormone. Soviel sei verraten, die Gene sind es nicht. Forscher der Georgetown University in Washington fanden nun heraus, dass das Hormon Serotonin für unsere Schlappheit verantwortlich ist. Serotonin wird auch als „Gute-Laune-Hormon“ bezeichnet. Über den langen Winter, sinkt der Serotoninspiegel, da er zum „auffüllen“ Tryptophan benötigt, welches im Gehirn durch Tageslicht hergestellt wird. Also entsteht im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen ein wahrer „Hormon-Boom“. Das Problem: Durch die vermehrte Glückshormon-Produktion, reduziert der Körper die Bildung von Melatonin, das für die Steuerung das Schlaf-Wach-Rhythmus mit verantwortlich ist. Durch das entstehende „Chaos“ in unserem Körper, verbrauchen wahre Unmengen an Energie und werden dadurch müde.
Bis wir uns an die Umstellung gewöhnt haben, vergeht ein wenig Zeit, trotzdem kann man die Gewöhnungsphase mit drei einfachem Tipps beschleunigen:
Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit:
1. Gerade in der Anfangsphase, kann ein wenig mehr Schlaf nicht schaden. Wem es also möglich ist, der sollte sich mittags etwa 30 Minuten Ruhe gönnen. Für Berufstätige empfiehlt es sich, die Jalousien komplett zu schließen oder eine Schlafmaske aufzusetzen. Dadurch bleibt es länger dunkel und Sie können tiefer schlafen.
2. Nach dem Aufstehen sofort unter die „Wechsel-“dusche. Ja wirklich. Das ist meistens ziemlich unangenehm, vertreibt aber die morgendliche Müdigkeit. Dran denken: Den Wechsel zwischen warmen und kalten Wasser, immer mit kalt abschließen.
3. Sport treiben! Oder aber zumindest raus an die frische Luft. Schließlich haben wir bereits gelernt, dass Licht die Serotoninbildung ankurbelt. Und es gibt schließlich unangenehmere Dinge, als im Sonnenschein spazieren zu gehen. Kleiner Tipp: Gönnen Sie sich zwischendurch ein wenig frisches Obst, das macht fit von innen!