Fruchtsäfte gelten im Allgemeinen als gute Trinkalternative und Abwechslung zum frischen Obst. Schließlich suggeriert uns der Begriff „Multivitaminsaft“ diesen Sachverhalt.
Jetzt testete der Verein für Konsumenteninformation 18 Fruchtsäfte auf ihren Zucker-, Vitamin C-Gehalt und auf Betacarotin. Das Resultat zeigt, dass sieben der getesteten Säfte nur 50 Prozent Fruchtgehalt aufweisen und von daher als Nektar zu bezeichnen sind. Der Rest setzt sich aus Wasser und Zucker zusammen, was an der Verpackung nicht direkt ersichtlich wird. Doch auch die getesteten Fruchtsäfte enthalten enorm viel Zucker. Auf ein 250 Milliliter-Glas Saft kommen schnell acht Zuckerwürfel.
Alle 18 Säfte enthalten dem Test zufolge Betacarotin, das im Verdacht steht, in hohen Mengen das Lungenkrebsrisiko von Rauchern zu erhöhen. Obwohl das Höchstmaß nicht überschritten wird, ist eine Anreicherung mit Betacarotin nicht nötig, da es in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen wird.
Zudem wird bei vielen der Säfte die empfohlene Tagesmenge an Vitamin C überschritten. Dabei wird der wahre Vitamingehalt oft nicht auf der Verpackung betitelt, denn der Wert ist zum Teil dreimal so hoch, wie angegeben. Damit wollen sich die Hersteller davor schützen, dass das Vitamin C nach längerer Lagerung vollständig abgebaut wird.
Fazit ist, dass der regelmäßige Verzehr von Fruchtsäften oder als solche ausgezeichnete Produkte nicht notwendig ist, wenn ansonsten einer ausgewogenen Ernährung Folge geleistet wird.