Fischstäbchen zählen häufig zu den Lieblingsspeisen von Kindern. Sollte man dieses Essen jedoch bedenkenlos häufiger auf den Tisch zaubern? Die gute Nachricht ist, dass Fischstäbchen heute meist aus fangfrischen möglichst grätenarmen Fischen zubereitet werden und nichtmehr, wie oft angenommen, aus Fischabfällen.
Fischstäbchen werden vorwiegend aus Dorsch-, Seelachs- oder Alaskaseelachsfilet gefertigt. Diese Fische enthalten viel wertvolles Eiweiß und Jod. Leider mangelt es ihnen im Gegenzug dazu an Omega-3- Fettsäuren. Diese können vom Körper nicht selbst produziert werden und schützen vor Arterienverkalkung und mindern so das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.
Besonders viele Kalorien und ungesunde Zusatzstoffe stecken in der Panade. Mit Emulgatoren* und Natriumphosphat sind nur einige wenige genannt. Laut einer Lebensmittelverordnung darf das Fischstäbchen nur zu 35% aus Panade bestehen, immer wieder werden aber schwarze Schafe gefunden, bei denen der Anteil an Panade deutlich höher ausfällt.
Bevor sie in die Verpackung wandern, werden die Fischstäbchen vorgebraten; so zieht schon reichlich Fett in die Panade ein. Deshalb sollte man, um nicht noch mehr Fett zuzufügen, die Fischstäbchen möglichst im Backofen und nicht in der Pfanne erhitzen. Im Backofen werde sie zwar weniger knusprig, aber man kann dadurch bis zu einem Drittel Fett sparen. Wenn man sie dennoch lieber in der Pfanne zubereitet, sollte man versuchen, möglichst sparsam mit dem Fett umzugehen.
Ab und an kann man seinen Kindern also bedenkenlos Fischstäbchen servieren, allemal gesünder ist und bleibt allerdings frischer Fisch. Ein kleiner Tipp: lieber frisch gekochte Kartoffeln als Pommes dazu servieren.
*Emulgatoren helfen Flüssigkeiten und Fette miteinander zu verbinden. Manche sind zwar als unbedenklich eingestuft worden, andere hingegen sind unzureichend bis gar nicht erforscht worden. Einigen wurde sogar nachgewiesen, dass sie Allergien auslösen können.