Unsere Ernährungsgewohnheiten sind in den letzten Jahren verstärkt träge geworden. Wer morgens ein trockenes Brötchen mit Aufschnitt zu sich nimmt, mittags Frikadellen und Nudeln isst und sich abends eine Fertigpizza backt, wird die Folgen früher oder später zu spüren bekommen. Vor allem die Folgen für den Verdauungstrakt können unangenehm werden. Es leiden immer mehr Menschen unter Verdauungsstörungen wie Verstopfung durch einen träge gewordenen Darm.
Das Prinzip ist einfach: Stark verarbeitete Lebensmittel sind derart vorbereitet, dass sie unserem Körper die meiste Arbeit abnehmen. Weißbrotprodukte usw. erreichen unseren Magen-Darm-Trakt schon vorgeschreddert. Dem Darm wird dadurch die Arbeit genommen und wenn dieses über einen längeren Zeitraum passiert, wird er träge.
Die einzige Möglichkeit, den Darm wieder fit zu machen ist, ihm seine Aufgabe wieder zu übertragen. Indem natürliche und selbst zubereitete Nahrung zu sich genommen wird, die einen hohen Anteil an Ballaststoffen hat, lernt der Darm wieder, seine Arbeit auszuführen. Ballaststoffe aus Obst und Gemüse spielen dabei die Hauptrolle. Doch auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sollten als grobe Nahrung in die Ernährung einfließen.
Um den Darm wieder in Schwung zu bringen, kann ein Esslöffel Leinsamen oder drei Backpflaumen am Tag ausreichen. Wer auf eigene Faust zu Abführmitteln greift, sorgt nicht langfristig dafür, dass der Darm die Arbeit wieder aufnimmt und steht wenige Tage später vor den gleichen Problemen. Eine langfristige Ernährungsumstellung mit so wenig Ernährungssünden wie möglich und viel Flüssigkeit ist die einzige Lösung.