Wer für sich den falschen Beruf entschieden hat, leidet oftmals häufiger unter Stress und Krankheiten als derjenige mit dem passenden Job. Das hat eine Studie der Drexel University in Philadelphia ergeben.
Ob der Job wirklich zu ihnen passt, wissen viele Beschäftigte nicht einmal. Die körperliche Gesundheit von Berufstätigen hängt jedoch unmittelbar mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz zusammen. Das sollte viele Menschen nachdenklich stimmen.
Für die Studie wurden 200 Angestellte eines Marktforschungsunternehmens untersucht und Fähigkeits- und Potentialanalysen unterzogen. Diese Analysen sollten feststellen, wie viel Verantwortlichkeit und Autonomie den Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz zu kommt.
Außerdem führte man Blutuntersuchungen bei den Teilnehmern der Studie durch, in denen man auf das im Blut enthaltene Immunglobulin IgA testete. Menschen mit einem niedrigen IgA-Level sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen einem größeren Risiko an einer Erkältung zu erkranken ausgesetzt und verursachen somit auch höhere Fehlzeiten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigten, dass es große Unterschiede bei den IgA-Werten der Angestellten gab.
Nach Auswertung der Fähigkeits- und Potentialanalysen und den Ergebnissen aus den Blutuntersuchungen, zeigte sich erstaunlicherweise, dass zwischen dem Krankenstand und dem Zufriedenheitsgrad, den Mitarbeiter an den Tag legen, ein direkter Zusammenhang besteht.
Ist jemand sehr produktiv und geht mit der richtigen Moral und Motivation an seine Arbeit, hat er den richtigen Job gefunden. Ist das Gegenteil der Fall, handelt es sich sicher um den falschen Job, der nun wissenschaftlich nachgewiesen auch krank machen kann.