US-amerikanische Wissenschaftler haben erste Erfolge mit einer Gentherapie bei Parkinson-Patienten erzielt. Im Rahmen einer Pilotstudie spritzten sie zwölf Patienten ein Gen direkt ins Gehirn, was zur Folge hatte das sich die Beweglichkeit der Erkrankten im Schnitt um bis zu 25% verbesserte. Die Verbesserungen hielten bis zu einem Jahr nach Studienende an, so das Mediziner-Team um Matthew During und Michael Kaplitt von der Cornell Unversity in New York in einem Bericht im Fachjournal Lancet. Die für Parkinson typischen Bewgungstörungen entstehen weil im Gehirn die Zellen absterben die für die Dopamin-Produktion verantwortlich sind, und durch diesen Dopaminmangel wird eine ganze Reihe von Hirnarealen beeinträchtigt, unter anderen auch der Subthalamus, der für die Steuerung von Bewegungen zuständig ist. Er wird bei Parkinson-Erkrankten überaktiviert, da auch ein Mangel an einem zweiten Botenstoff namens GABA besteht. GABA bremst normalerweise die Aktivität der Nervenzellen. Genau dort setzen die Forscher an: Sie statteten dazu ein harmloses Virus mit einem Gen aus, welches den Bauplan für ein Enzym in sich trägt das für die Produktion von GABA entscheidend ist. Laut der US-Mediziner normalisierte dieses eingeschleuste Gen die Überaktivität der entsprechenden Hirnregion, und das ohne das Nebenwirkungen auftraten. Allerdings ist noch sehr viel Forschungsarbeit nötig bevor eine derartige Therapie allgemein verfügbar sein wird.