Dass es nicht in unserer Macht steht, den Alterungsprozess des Organismus aufzuhalten, ist Tatsache. Medizinisch gesehen beginnt der Alterungsprozess etwa ab dem 35. Lebensjahr, ist jedoch höchst individuell in Ausprägung und Geschwindigkeit. Das ist die Gute Nachricht, denn auf welche Weise wir altern, können wir mitbestimmen, indem wir einen zu unseren Bedürfnissen passenden Lebensstil pflegen.
Zu den Faktoren, die auf das Altern einen enormen Einfluss haben, gehören die Gene, die Ernährung, Schlaf, die Einnahme von Medikamenten und Rauchen oder Alkohol. Auch Stress gehört dazu, weshalb ein gesunder Umgang damit möglichst früh erlernt werden sollte.
Ausreichender Schlaf und eine gesunde Ernährung unterstützen die Immunabwehr des Körpers und ermöglichen es, ihn auf lange Sicht gesund zu erhalten.
Außerdem sollte der Körper regelmäßig in Bewegung kommen, damit er fit und gesund bleibt. Positive Effekte stellen sich hierbei früher ein als manch einer denkt, denn wer täglich spazieren geht oder Fahrrad fährt und dabei leicht ins Schwitzen kommt, tut dem Körper bereits Gutes und kann der Entstehung von Krankheiten vorbeugen.
Beim Altern lässt die Hör- und Sehkraft nach und der Geruchs- und Geschmackssinn entwickelt sich zurück, weshalb ältere Menschen zum Teil weniger Appetit haben. Zudem verändert sich der komplette Hormonhaushalt. Die Bildung der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen geht zurück, weshalb Libido und Potenz nachlassen. Gelenkverschleiß, Muskelschwund und Erschlaffung des Bindegewebes gehören ebenfalls zu den Erscheinungen des Alters. Mit gezieltem Training des Körpers und ganzheitlicher Entspannung lassen sich diese Erscheinungen jedoch verzögern, verringern und in jedem Fall leichter umgänglich machen.
Die Angst vor dem Altern, die uns Menschen dauerhaft plagt, ist eigentlich unbegründet, wenn ein glücklicher gesellschaftlicher Umgang gepflegt und die Gesundheit erhalten wird. So kann sich die mit den Jahren gesammelte Lebensweisheit auszahlen und das Alter mitsamt den positiven Seiten auskosten lassen. Gut zu wissen, dass man zu einem großen Teil selbst Herr der eigenen Lebensqualität sein kann.