In einer Gesellschaft geht das Individuum in Krisensituationen oft davon aus, dass es selbst weitaus mehr Sorgen hat als andere. In einem Experiment wurde jetzt herausgefunden, dass Menschen Gefühle wie Einsamkeit oder Traurigkeit bei anderen oftmals unterschätzen. Sich selbst schrieben sie negative Gefühle weitaus häufiger zu, als sie solche bei anderen erwarteten.
Es trifft also meist nicht verallgemeinernd zu, dass andere sorgenfreier seien als man selbst. Der Grund für diese Annahme ist, dass man Bekannte öfter in Gesellschaft erlebt, wo nicht über größere Probleme gesprochen wird.
Dass Menschen davon ausgehen, liefert jedoch eine Erklärung für das Interesse an Prominenten und deren Leben. Dadurch erhalten sie das Gefühl, dass auch anderen Leid widerfahre und trösten sich damit.