Der menschliche Gefühlshaushalt wird in hohem Maße von Hormonen beeinflusst. Für jede Gefühlslage steht eines bereit, Testosteron beispielsweise fördert die Aggressionen während Endorphine uns glücklich machen. Das ist ja bekanntlich nichts neues, doch nun wollen Wissenschaftler herausgefunden haben das sich die Innigkeit der Beziehung von Mutter und Kind bereits in der Schwangerschaft anhand eines bestimmten Hormons festmachen lässt. Dieses Hormon mit dem Namen Oxytocin ist für zwischenmenschliche Nähe und Zuneigung verantwortlich.
Die Wissenschaftler der Bar-Ilan-Universität untersuchten regelmäßig die Menge des Oxytocins im Blut werdender Mütter. Damit begangen sie bereits vor der Schwangerschaft und beendeten die Untersuchung erst einen Monat nach der Geburt. Des weiteren studierten die Wissenschaftler das Verhalten der Mütter ihrem Kind gegenüber, wobei auch eine Rolle spielte wie lange die Mutter das Kleine anschaute und in was für einer Art und Weise sie mit dem Kind sprach. Dies ergänzten die Forscher durch Interviews, in denen sie in Erfahrung brachten in wie weit sich das Denken und Fühlen der Mutter um ihr Kind dreht.
Anhand der Ergebnisse sind die Wissenschaftler sich einig das Oxytocin eine große Rolle in der Mutter-Kind-Beziehung spielt, denn je höher der Oxytocin-Spiegel der werdenden Mütter desto mehr Aufmerksamkeit schenkte die Mutter dem Kind. Nach Meinung der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ist das Hormon im übrigen auch für die aufkeimenden Muttergefühle im ersten Schwangerschaftsdrittel verantwortlich.