Wenn Partner, Mutter oder Vater plötzlich anfangen der eigenen Familie fremd zu werden, dann ist das nicht nur für die Betroffenen sehr schwierig zu verstehen. Auch die Angehörigen und das soziale Umfeld sind von einer Demenzerkrankung stark betroffen.
Patienten fangen an, in ihrer eigenen Welt zu leben und die Kommunikation, die früher problemlos funktionierte, ist nun nicht mehr so einfach möglich. Es entstehen häufiger Konfliktsituationen, weil der Demenzkranke Absprachen vergisst und dann beteuert, dass er nicht informiert wurde. Besonders diese Situationen, aber auch die Tatsache, dass Menschen sich durch eine Demenzerkrankung massiv verändern können, macht es für Angehörige extrem schwierig, die Pflege zu übernehmen.
Wichtig ist es, nicht gegen falsche Annahmen anzukämpfen. Man sollte den Betroffenen in seinen eigenen Vorstellungen leben lassen, denn auf die Dauer kann man die ständigen Diskussionen nicht aushalten.
Helfen kann man Betroffenen, indem man sich mit der Krankheit beschäftigt, sich Zeit nimmt, selbst mit der Diagnose zurechtzukommen und sich dann vielleicht auf ein neues Kennenlernen einer eigentlich vertrauten Person einlässt. So schmerzhaft das auch sein kann.