Das Repetitive Strain Injury Syndrome, kurz auch RSI-Syndrom, tritt immer häufiger auf. Im Volksmund ist es mittlerweile eher bekannt als „Mausarm“. Dabei treten vor allem Schmerzen in Händen und Armen auf, die durch ständig wiederholende Bewegungsabläufe wie z.B. Tippen, Klicken oder Scrollen verursacht werden. Wird das RSI-Syndrom nicht rechtzeitig behandelt, kann es sogar einen chronischen Verlauf annehmen.
Betroffen sind vor allem Menschen, die berufsbedingt viel mit dem Computer arbeiten müssen. Deswegen trägt die Krankheit auch noch einen weiteren Beinamen: das „Sekretärinnen Syndrom“.
Neben wiederholter Belastung von Muskeln, Sehnen und Nerven, können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, die die Krankheit begünstigen. Dazu gehören allen voran Stress sowie eine hohe Arbeitsbelastung, Angst vor dem Arbeitsplatzverlust oder eine schlechte Ausstattung des Arbeitsplatzes, die der Anatomie des Menschen nicht gerecht wird.
Erste Anzeichen eines RSI-Syndroms sind meist unspezifisch und äußern sich mit Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Sensibilitätsstörungen in den entsprechenden Körperteilen. In den fortgeschrittenen Stadien fühlen sich die Gelenke in Schultern, Armen und Händen steif an oder schmerzen bereits. Auch kalte und schmerzende Hände am Morgen sind ein Problem. Oftmals verschwinden die Beschwerden über Nacht wieder, treten sie jedoch andauernd auf und auch bei anderen Tätigkeiten, kann bereits ein chronischer Verlauf eingetreten sein.
Für die Behandlung sollte ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden, dazu zählt nicht nur die Behandlung der Symptome nach einer Schonungsphase mittels Dehn- und Kräftigungsübungen, sondern auch die Anpassung des Arbeitsplatzes, um die Belastung zu verringern.
Dazu gehören regelmäßige Pausen um die beanspruchten Körperpartien zu entlasten. Während der Arbeit sollten Sie die Maus nur locker in der Hand halten und möglichst häufig zwischen Maus und Tastatur hin und her wechseln. Auch Wechsel zwischen Mausbedienung und Short-Cuts erleichtern die Arbeit. Außerdem sollten Sie Ihre Gelenke warm halten und zusätzliche, aber unnötige Tätigkeiten am PC wie Computerspiele vermeiden.