Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff. Er ist mit rund 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht im Körper enthalten. Eine besonders wichtige Rolle spielt Kalzium beim Aufbau von Zähnen und Knochen sowie zur Produktion von verschiedenen Enzymen und Hormonen.
Kalzium ist leicht über die Nahrung aufzunehmen. Milchprodukte liefern reichlich davon. Ein normaler Konsum von Mich und Milchprodukten wie Quark und Co. reicht meistens aus, um den Bedarf zu decken. Dennoch kann es gelegentlich zu Calciummangel kommen. Manche Krankheiten begünstigen dies zusätzlich. Dazu gehören unter anderem Nierenerkrankungen oder Erkrankungen der Nebenschilddrüse. Auch manche Medikamente und Vitamin D Mangel können den Calciumhaushalt negativ beeinflussen. Es sind aber nicht nur Krankheiten, die sich in einem niedrigen Calciumspiegel niederschlagen - oftmals sind es auch Lebensmittel, die dem Körper Kalzium entziehen oder die Aufnahme erschweren. Dazu gehören in einem hohen Maße Wurstwaren und Fleisch, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee sowie diverse Softdrinks wie Cola und Co. Auch oxalsäurereiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber und Spargel behindern die Aufnahme von Kalzium und sollten daher in Maßen und selten konsumiert werden.
Hauptsymptom für einen Calciummangel ist eine massive Beeinträchtigung der Motorik, die auch mit Krämpfen und einer starken Sensibilisierung der Muskeln einhergeht. Auch nervlich kann man weniger belastbar sein, wenn ein Mangel vorliegt. Herzrhythmusstörungen und Atemnot sind ebenso denkbar wie das Auftreten psychischer Störungen wie Lethargie und Abgeschlagenheit. Diese können die körperlichen Symptome begleiten.
Besonders stark betroffen sind ältere Personen, da ab einem Alter von etwa 35 bis 40 Jahren Knochenmasse abgebaut wird und somit ein erhöhter Calciumbedarf besteht. Auch kleine Kinder haben einen hohen Bedarf, da sich ihre Knochen und Zähne im Wachstum und somit im Aufbau befinden. Wichtig für die Aufnahme und das Verarbeiten von Kalzium ist Vitamin D3. Dieses auch unter der Bezeichnung Cholecalciferol bekannte Vitamin kann nicht selbst vom Körper gebildet werden, und findet sich auch nur in sehr wenigen Lebensmitteln. In Fettfischen wie Lachs und Makrele kommt es vor, aber ansonsten erzeugt der Körper Vitamin D mit Hilfe von UV-Licht über die Haut. Da im Winter häufig ein Mangel an Sonnenlicht und somit an UV Strahlung besteht, ist es ratsam seinen Vitamin D Spiegel bei einem Calciummangel ebenso überprüfen zu lassen. Sowohl Calcium als auch Vitamin D sind in Form von Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken und Drogerien erhältlich. Bei einem akuten Mangel wird Calcium intravenös verabreicht, um eine schnelle Linderung der Symptome zu bewerkstelligen.