Immer mehr Menschen leiden unter Bluthochdruck. Bei der sogenannten Hypertonie unterscheiden die Ärzte zwischen der primären und der sekundären Hypertonie. Von einer primären Hypertonie ist die Rede, wenn der Bluthochdruck als primäre Krankheit auftritt. Bei der sekundären Hypertonie hingegen tritt der Bluthochdruck infolge einer anderen Erkrankung zum Beispiel der Nieren oder der Schilddrüse auf. Die primäre Hypertonie tritt im Vergleich zur sekundären wesentlich häufiger auf.
Viele sind sich nicht sicher, welche Werte bei einer Blutdruckmessung normal sind. In der Regel sind Werte, die unterhalb der Grenze von 140/90 mm Hg liegen, in Ordnung. Wenn dieser Wert jedoch mehrmals übertroffen wird, liegt der Verdacht einer Bluthochdruck-Erkrankung nahe. Weitere Symptome können unter anderem Herzrasen, Kopfschmerzen, ein Gefühl der Atemlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe oder ein vermindertes Leistungsgefühl sein. Diese Symptome werden von den meisten Menschen jedoch nicht als Anzeichen von Bluthochdruck gewertet, sodass es häufig dazu kommt, dass die Hypertonie erst spät erkannt wird. Experten raten auch aus diesem Grund dazu, den Blutdruck spätestens ab einem Alter von 30 Jahren regelmäßig kontrollieren zu lassen. Dies kann entweder durch ein eigenes Messgerät zuhause oder durch einen Arztbesuch erfolgen. Viele Apotheken bieten außerdem die Messung des Blutdrucks an.
Um das Risiko von Folgeerkrankungen möglichst gering zu halten, schließt sich direkt an die Diagnose eine Therapie an. Welche Behandlungsform gewählt wird, hängt dabei ganz davon ab, welche Art von Erkrankung vorliegt. Bei einer sekundären Hypertonie wird meistens die Auslöser-Erkrankung behandelt. Bei einer primären Hypertonie wird häufig zunächst ein gesünderer und sportlicherer Lebensstil empfohlen, da dieser gut zur Senkung des Blutdrucks beitragen kann. Wenn nach einigen Monaten keine deutliche Besserung eintritt oder wenn die Werte konstant zu hoch sind, kommen blutdrucksenkende Mittel zum Einsatz. Wenn eine Hypertonie diagnostiziert wurde, ist es natürlich wichtig, den Blutdruck in regelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen. Insbesondere als Diabetiker sollte man auf eine regelmäßige Überprüfung achten.