Die Zahl der Bandscheiben-Patienten steigt immer weiter an, da Erkrankungen des Rückens immer häufiger auftreten. US-Wissenschaftler tüfteln daher an einer Methode, wie langlebige Bandscheiben-Implantate biologisch hergestellt werden können, die sich gut in den Rücken des Patienten einpassen lassen.
Tests mit Ratten, in denen Bandscheiben aus Zellen von Schafen aufgebaut worden waren, verliefen bisher erfolgreich. Die Ratten hatten volle Bewegungsfreiheit, da sich die Bandscheiben nach einem halben Jahr in die Wirbelsäule integriert haben.
Bisher werden Bandscheiben-Probleme mit Medikamenten oder Physiotherapie behandelt. Eine weitere Möglichkeit stellen Operationen dar, bei denen beschädigte Bandscheiben gegen mechanische Implantate ausgetauscht werden. Der Nachteil dieser Implantate ist, dass sie oft schlecht sitzen, verrutschen oder sich stark abnutzen.
Die Methode, aus Schafszellen gut passende Bandscheiben fertigen zu können, beginnt mit einem Gussmodell, das mit Hilfe von Computertomographie erstellt werden kann. Diese Vorlage dient zur präzisen Herstellung von Bandscheiben, die aus einem inneren Kern und einem äußeren Faserring bestehen.
Doch bis zur Anwendung beim Menschen müssen noch zahlreiche Hürden bewältigt werden. Es muss geklärt werden, ob sich die Methode auch bei entzündetem Umfeld durchführen lässt und sich auch für die größeren Bandscheiben des Menschen eignet.