Durch Werbung und Medien wird jungen Eltern häufig suggeriert, dass Babynahrung in Gläschen die ideale Ernährung für ihre Sprösslinge sei. Die Realität sieht jedoch anders aus, denn die Hersteller von Gläschenkost für Babys halten sich nicht immer an die Richtlinien des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE).
Untersuchungen dieser Babynahrung haben gezeigt, dass die meisten Gläschen zu wenig Fett enthalten. Fettsäuren sind jedoch sehr wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns und auch für die Sehfähigkeit. Daher empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung, der Gläschenkost etwa 2 Teelöffel Rapsöl beizumischen. Durch das Hinzufügen des Öls kann auch gleichzeitig der niedrige Energiegehalt der Gläschenkost ausgeglichen werden.
Auch der Fleischanteil in den Gläschen lässt zumeist zu wünschen übrig, anstelle der empfohlenen 12 Prozent Fleisch findet sich in der Fertignahrung oft nur ein Fleischanteil von 8 Prozent. Dies hat zur Folge, dass eine ausreichende Versorgung mit Eisen nicht gewährleistet ist. Das FKE rät daher dazu, das Kleinkind häufiger bzw. täglich mit einem fleischhaltigen Gläschen zu füttern. Am empfehlenswertesten ist Rindfleisch, da der Eisengehalt in dieser Fleischsorte besonders hoch ist.
Im Allgemeinen ist Gläschennahrung für Babys aber nicht schlechter als Selbstgekochtes. Wichtig ist nur, dem Kind durch beide Arten der Ernährung eine optimale Nährstoffversorgung zu bieten. Das FKE empfiehlt für eine Mittagsmahlzeit: 90 - 100 g Gemüse, 40 - 60 g Kartoffeln, 20 - 30 g Fleisch, 3 - 4 TL Fruchtsaft, zwei TL Rapsöl.