Bei einer Autoimmunerkrankung erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als Fremdkörper an. Folglich kommt es zur Bekämpfung des Gewebes bzw. zur Schädigung der eigenen Organe. Die Hortensienwurzel, welche in der traditionellen chinesischen Medizin schon lange im Kampf gegen Malaria verwendet wird, kann Testergebnissen zufolge auch den gefährlichen Prozess der Autoimmunkrankheit stoppen.
Durch Experimente mit Mäusen konnte nun nachgewiesen werden, dass die Hortensienwurzel gezielt die Entwicklung bestimmter Immunzellen hemmt, die seit kurzem als einer der Verursacher für die Autoimmunkrankheit gelten. Bisherige Therapien, bei denen das Immunsystem komplett unterdrückt wird, können dazu führen, dass Betroffene andere gefährliche Infektionen erleiden. Durch Einsatz des Wirkstoffes der Hortensienwurzel (Halofuginon) würden lediglich die entsprechenden Zellen bekämpft, das übrige Immunsystem würde somit nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass Halofuginon in Tablettenform eingenommen werden könnte, während bisher angewendete Stoffe injiziert werden müssen.