Bisher gab es hauptsächlich Studien zu den negativen Auswirkungen von verschmutzter Luft bei Kindern, die allesamt zeigten, dass Kinder, die in Orten mit einer hohen Luftverschmutzung lebten, ein erhöhtes Asthmarisiko aufwiesen. Doch durch eine neue Studie konnte nun auch bei Erwachsenen ein erhöhtes Asthmarisiko durch verschmutzte Luft nachgewiesen werden.
Insgesamt nahmen 2725 erwachsene Probanden an der Studie, die vom Schweizerischen Nationalfond gefördert wurde, teil. Da sich im Zigarettenqualm die gleichen Schadstoffe wie in der verschmutzten Luft befinden, wählten die Forscher für ihre Untersuchungen lediglich Personen aus, die noch nie in ihrem Leben geraucht hatten. Abschließend wurde dann deutlich, dass die Feinstaubbelastung auch bei einem Teil der erwachsenen Testteilnehmer zu der Entwicklung einer Atemwegserkrankung geführt hatte.
So entwickelten insgesamt 41 Probanden im Verlauf der Studie eine entzündliche Atemwegserkrankung, die auf die verkehrsbedingte Luftverschmutzung zurückgeführt werden konnte. Auch konnten die Forscher nachweisen, dass das Risiko von Personen, die an einer stark befahrenen Straße wohnen, besonders erhöht ist.