Forscher der Washington University in St. Louis haben herausgefunden, dass die Konzentration bestimmter Stoffe in der Rückenmarksflüssigkeit einen Indikator zur Alzheimer-Früherkennung darstellt.
Mit einem zeitlichen Abstand von dreieinhalb Jahren hatten die Forscher von 39 Patienten mit einer leichten Demenz, Flüssigkeit aus deren Rückenmark entnommen. Beim Vergleich der Proben stellten sie fest, dass die Konzentration drei bestimmter Stoffe in direkter Verbindung mit dem Fortschreiten der Demenz stand. Bei Patienten, die eine geringe Konzentration an dem Peptid Amyloid-beta-42 und eine erhöhte Konzentration an zwei bestimmten Proteinen aufwiesen, war die Demenz schneller vorangeschritten. Nun hoffen die Forscher, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, durch die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit früh erkannt und somit das Fortschreiten der Demenz aufgehalten werden kann.
Bevor die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit jedoch als sicheres Instrument zur Vorhersage künftiger Alzheimer-Erkrankungen eingesetzt werden kann, müssen die Forscher zunächst noch durch weitere Studien die genauen Grenzwerte der drei Stoffe ermitteln.