Jeder kennt sie, doch keiner kann sie sehen. Nur unter einem Mikroskop sind die kleinen Spinnentiere mit ihrem monsterähnlichen Gesicht zu erkennen. Ein Gerücht ist, dass Milben etwas mit mangelnder Sauberkeit zu tun haben, doch das stimmt nicht. Milben halten sich am liebsten in betten auf, da es hier schön warm und etwas feucht ist. Ihre Nahrung sind Hautschuppen, und davon bekommen sie im Bett eine Menge ab. Laut der Stiftung Warentest Berlin gedeihen bis zu 1,5 Millionen Milben in unseren Betten.
Normalerweise sind die kleinen Tierchen für uns harmlos. Für menschen mit Hausstaubmilben-Allergie jedoch nicht. Die Allergie wird durch den Kot der Tiere ausgelöst. Die kleinen Kotbällchen trocknen aus und zerfallen nach einiger zeit. Anschließend vermischen sich die kleinen Teilchen mit dem normalen Hausstaub und werden von uns Menschen eingeatmet. Das kann zu allergischen Reaktionen führen.
Allerdings gibt es einige Tipps, wie Sie das Risiko einer allergischen Reaktion vermindern können. Laut einer Studie befindet sich nach 7 Jahren die Höchstzahl an Allergen in der Matratze. Deshalb ist es ratsam, diese nach 7-10 Jahren gegen eine neue einzutauschen. Für Allergiker ist es von Vorteil, allergen dichte Überzüge (auch Encasings genannt) über die Matratze zu ziehen. Ebenso sollte die Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Für schwer betroffene Allergiker gibt es spezielle Zwischenbezüge. Über Nacht sammelt sich durch Schwitzen Flüssigkeit in unserer Bettwäsche. Damit diese ausreichend entweichen und trocknen kann, ist es ratsam, das Bettzeug nach dem Aufstehen nicht sofort ordnungsgemäß zusammenzulegen. Schlagen Sie die Bettdecke zurück und achten Sie darauf, dass die Matratze unbedeckt ist. So kann die Feuchtigkeit erst einmal entweichen. Öffnen Sie außerdem die Fenster und Lüften Sie so Ihr Schlafzimmer.
Haben Sie Kuscheltiere oder weitere Kissen in ihrem Bett, sollten Sie diese auch regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen. Durch das tägliche An- und Ausziehen von Kleidung verlieren Sie zusätzlich Hautschuppen. Wechseln Sie Ihre Kleidung deshalb nicht in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Bett, da dieses weitere Nährstoffe für die Milben bietet.
Komplett beseitigen lassen sich Milben natürlich nicht. Für kurzfristige Abtötung der Milben helfen bei Sofas und Polstermöbel sogenannte Pestizide mit dem Wirkstoff Akarizid. Diese sind in der Apotheke erhältlich und können halbjährlich zur Reinigung Ihrer Polstermöbel angewendet werden.