In Familienhaushalten mit Hund verringert sich für die Kinder das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Dies fand eine Forschergruppe des Helmholtz Zentrums in München in einer Studie mit etwa 10.000 Kindern heraus.
Die genaue Ursache für diesen präventiven Schutzeffekt gegen Allergien kann sich der Leiter der Forschungsgruppe, Joachim Heinrich, selbst nicht erklären. Er vermutet, dass der Umgang mit dem Hund in der freien Natur, eine hundefreundliche Wohnumgebung sowie bislang unbekannte Keime des Hundes diesen Effekt verursachen. Es bleibe allerdings weiter unklar, warum die Hundehaltung das kindliche Immunsystem spezifisch gegen Allergien trainiere. Die Anschaffung eines Hundes als präventive Schutzmaßnahme empfiehlt Heinrich allerdings nicht.
Problematisch kann die Hundehaltung dann werden, wenn es sich um eine Allergikerfamilie handelt. In diesem Fall ist das Risiko für ein Neugeborenes um 40 Prozent erhöht, an Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen zu erkranken.