In den letzten Jahren hat die Anzahl an Menschen, die unter Allergien leiden, enorm zugenommen. Die mit am häufigsten auftretende Form ist dabei der Heuschnupfen. Der Frühling ist für viele der Beginn einer langen Leidensgeschichte, die sich bis in den Spätsommer hinziehen kann.
Forscher vom Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie haben jetzt herausgefunden, dass die Umweltverschmutzung und der damit stetig ansteigende Ozonwert erheblich zu der vermehrten Ausbreitung von Allergien beitragen. Der allergieauslösende Effekt von Birkenpollen zum Beispiel ist ca. zwei- bis dreimal stärker als noch vor einigen Jahren. Verantwortlich hierfür sind die langen Bindungszeiten von Ozonpartikeln und Pollen.
Eine weitere Vermutung der Wissenschaftler ist, dass sich durch die hohen Ozonwerte auch erklären lässt, weshalb Feinstaub und Tabakrauch deutlich stärkere gesundheitsschädliche Auswirkungen haben als unter normalen Umständen erwartbar wäre.