Kalte Füße und Hände auf dem Weihnachtsmarkt bringen uns Jahr für Jahr dazu, einen Glühwein oder ein anderes alkoholisches Heißgetränk zu uns zu nehmen, um uns sozusagen von innen heraus aufzuwärmen. Leider handelt es sich bei dieser Idee um einen Irrglauben. Denn das Gegenteil ist der Fall. Zwar weitet das alkoholische Heißgetränk zunächst unsere Blutgefäße und lässt uns seine Wirkung als angenehm empfinden. Da jedoch mehr Blut an die Oberfläche der Haut gelangt, geht anschließend Wärme verloren und wir frieren wieder. Schade eigentlich.
Regenwetter im Winter gibt uns häufig das Gefühl, dass wir besonders anfällig für Erkältungen sind. Doch auch das ist ein Mythos, denn eine höhere Erkältungsgefahr liegt bei trockener Kälte oder feuchtigkeitsarmer Luft in Räumen vor. Das liegt daran, dass die Schleimhäute der Atemwege austrocknen, sich der Nasenschleim verdickt und keinen ausreichenden Schutz mehr vor Viren bieten kann. Hinzu kommt, dass sich die Erreger besser mit den Tröpfchen in trockener als in feuchter Luft verbreiten können.
Macht sich eine Erkältung bemerkbar, steigen viele abends in die Badewamme, um sich zu wärmen und die Erkältung vielleicht doch noch abzuwehren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass zu lange und zu heiße Bäder nicht nur schlecht für die Feuchtigkeitsbalance der Haut sind, sondern auch den Kreislauf zusätzlich belasten. Die Temperatur des Badewassers sollte 38 Grad Celsius und die Badedauer 20 Minuten nicht übersteigen. Das anschließende Eincremen der Haut beugt dem Austrocknen vor.